Gemeindebrief

Arbeit in Gemeinschaft

Der DiakonInnenberuf. Schon urchristlich früh ist er erwähnt:

Bild: Diakoniegemeinschaft Stephansstift

Und hat sich seitdem entfaltet:
Ein spannendes Portrait urgemeindlichen Lebens zeichnet die Apostelgeschichte im Neuen Testament. (Lies mal nach: Apg. Kapitel 6, Vers 1-7)

Hier wurde die Nächstenliebe, als soziales und diakonisches Handeln, der Kirche grundgelegt und ist noch heute für den Beruf der DiakonInnen wichtig.

Wer damals aus Nächstenliebe Hungrige sättigte, Anwalt für Witwen, Flüchtlinge und Arme war, wer Kinder und Kranke versorgte, studiert heute einen für die Landeskirche Hannovers bedeutsamen und kreativen Beruf.

Damals. Sättigen, versorgen und Anwalt sein. Und heute dafür doppelt qualifiziert sein:

Bild. HkD

Als Religions- und Sozialpädagogen an der Hochschule Hannover - Fakultät V- „Diakonie, Gesundheit und Soziales“ ausgebildet und studiert, bringen DiakonInnen alle Grundlagen mit, in Kirche, Diakonie, Sozial- und Wohlfahrtseinrichtungen tätig zu sein.

Aus den historischen Wurzeln des Diakonenamtes in der Tradition des 19. Jahrhunderts hat sich inzwischen ein komplexes Berufsbild entwickelt. Neben dem Pfarramt bildet es eine wichtige Säule kirchlicher Arbeit mit einem eigenen Aufgabenprofil sowohl in der Gemeinde als auch in übergemeindlichen Diensten und in der Region.

In Gemeinden, Kirchenkreisen und Einrichtungen der Landeskirche arbeiten heute 651 DiakonInnen:

Bild: HkD

Für besondere Zielgruppen:
Kinder, Jugendliche, Männer und Frauen, Erwerbslose, Neuzugezogene, Senioren, Konfirmanden, SchülerInnen.
Mit thematischen Schwerpunkten:
sozialdiakonische Arbeit, Ehrenamtsmanagement, Kirchenpädagogik, Seelsorge, Fundraising, Kirchenmusik , schulnahe Jugendarbeit, Arbeit in Familienzentren.
Durch Projekte und Aktionen:
In besonderen Gottesdienstformaten, in der Stadtteil- und Gemeinwesenarbeit, in der intergenerationellen Arbeit, in der Medienarbeit, in der Betreuungs- und Bildungsarbeit, in der regionalen Vernetzung.

Gerhard Uhlhorn (geb. 17.02.1826): Diakonischer Kirchenvater unserer Landeskirche ...

Bild: Landeskirchliches Archiv

Uhlhorn hatte als Pionier der Sozialethik, der Sozialarbeit und als Wegbereiter der Diakonie die Soziale Frage als die entscheidende Frage des 19.Jahrhunderts begriffen und leitete daraus eine christliche Pflicht zum Handeln ab. In einer Predigt sagte er es so:
Der Sonntagsgottesdienst „soll nicht sein ohne den Gottesdienst des täglichen Lebens … Eine Lüge wäre es, wenn wir hier als eine Gemeinde uns zusammenschließen und da draußen im Leben merkte man nichts davon … Ist die Gemeinschaft, die sich hier darstellt im gemeinsamen Gottesdienst, eine Wahrheit und keine Lüge, so muss sich das zeigen im Dienst der Liebe, da wir einer dem andern beistehen und helfen, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat“.
Quelle: E. Rohde, Prediger u. Seelsorger. Lebensbilder hannoverscher Pastoren, Band 2, Hannover 1962.