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Die Landeskirche Hannovers

Bild: evlka.de

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers ist so, wie du sie jetzt erlebst, noch gar nicht so alt. Politische Veränderungen vor allem des vergangenen Jahrhunderts haben sie stark geprägt. Das betrifft hauptsächlich die innere Struktur, aber auch das Selbstverständnis.

Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs sie zusammen aus den regionalen Kirchen verschiedener niedersächsischer, vor allem welfischer Herrschaften.

Nach dem Ende der Monarchie und der damit verbundenen Trennung vom Staat gab sich die Landeskirche eine neue Verfassung. Sie trat 1924 in Kraft. Seitdem ist das geistliche Oberhaupt eine Landesbischöfin oder ein Landesbischof.

Die Demokratisierung der Kirche hatte bereits früher begonnen: ab 1848 wurden Kirchenvorstände eingeführt, die von Gemeindegliedern gewählt waren, und 1869 traf sich zum ersten Mal der parlamentarische Vorgänger der heutigen Landessynode.

Ein paar Zahlen

Bild: evlka.de

Zur Landeskirche gehören knapp 2,9 Mio. evangelische Christinnen und Christen. Diese werden von circa 12.500 ehrenamtlichen Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern geleitet.

Unsere Landeskirche teilt sich auf in:

  • 6 Sprengel (vergleichbar mit einem „Regierungsbezirk“)
  • 56 Kirchenkreise (vergleichbar mit einem „Landkreis “)
  • 1293 Kirchengemeinden (verglichbar mit einen „Stadtbezirk“)
  • 117 Kapellengemeinden (eine Gemeinde mit einer Kirche, aber ohne Pfarrstelle)

Die zahlenmäßig größte Gruppe von bezahlten Mitarbeitenden ist die der Erzieherinnen und Erzieher, nämlich etwa 9500 in fast 620 Kindertages-stätten.

 

Landesbischof Ralf Meister zur Berufsgruppe der DiakonInnen in der Landeskirche Hannovers:

Bild: evlka.de

„... Folgt man den Erkenntnissen von John Collins, dann gilt die Berufsgruppe der Diakone und Diakoninnen seit den urchristlichen Gemeinden vor allem als die Gruppe der sozialen Netzwerkarbeiter. Collins hat das Wort „diakonia“ nicht länger mit „Dienst“, sondern mit „Verbindung“ oder „Vermittlung“ übersetzt und versteht Diakone und Diakoninnen als „Kuriere, Verbinder, Abgeordnete, Begegnungen-möglich-Macher, Brückenbauer“ – sprich, als Berufsgruppe, die in besonderem Maße die Innen-Außen-Kommunikation pflegt ...“.

(Ralf Meister am 19.1. 2012 beim Epiphaniaskonvent der DiakonInnen im Sprengel Hannover)