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Quelle für eine diakonisch-soziale Ausrichtung des DiakonInnenberufes ist auch die syrische Kirchenordnung „Testamentum Domini“, deren Endredaktion auf das 5. Jahrhundert datiert wird

„Der Diakon tut und teilt nur das mit, was der Bischof ihm aufträgt. Er ist Ratgeber des ganzen Klerus und so etwas wie das Sinnbild der ganzen Kirche. Er pflegt die Kranken, kümmert sich um die Fremden, ist der Helfer der Witwen. Väterlich nimmt er sich der Waisen an, und er geht in den Häusern der Armen aus und ein, um festzustellen, ob es niemand gibt, der in Angst, Krankheit oder Not geraten ist. Er geht zu den Katechumenen in ihre Wohnungen, um den Zögernden Mut zu machen und die Unwissenden zu unterrichten. Er bekleidet und ‚schmückt’ die verstorbenen Männer, er begräbt die Fremden, er nimmt sich derer an, die ihre Heimat verlassen haben oder aus ihr vertrieben wurden. Er macht der Gemeinde die Namen derer bekannt, die der Hilfe bedürfen“.
B. Fischer. In: Dienst und Spiritualität des Diakons, Bonn 2002. Zit.n.: Prof. Dr. A. Noller. In: Die Geschichte des Diakonats in evangelischer Perspektive. S. 18. VEDD-Impuls I/2011.